Neuer Fachartikel von DIPLOMA-Dozenten

Fachbereichsleiter für Gesundheit und Therapie an der DIPLOMA Hochschule Prof. Dr. Christoph Egner sowie die Dozenten Prof. Dr. Robert Schleip und Dr. Andreas Brandl haben einen Artikel zum Thema Gehen mit niedrigintensiver Blutflussrestriktion auf Schmerzempfindlichkeit, Gelenkbewegungsumfang und myofasziale Steifigkeit herausgebracht. Hierin stellen sie ihre in diesem Zusammenhang durchgeführte Studie vor.


Abstract (Übersetzung):

Hintergrund/Zielsetzung: Blutflussrestriktionstraining (Blood Flow Restriction, BFR) wird als Methode vorgeschlagen, um Kraft- und neuromuskuläre Anpassungen bereits bei niedrigen Trainingsintensitäten zu fördern. Erste Berichte deuten auf mögliche Effekte auf die Schmerzwahrnehmung, myofasziale Steifigkeit und Flexibilität hin; die Evidenzlage ist jedoch uneinheitlich.

Methode: Zweiundzwanzig gesunde Erwachsene nahmen an einem randomisierten, intraindividuellen, kontralateral kontrollierten Studiendesign teil. Sie absolvierten jeweils 5 Minuten Laufbandgehen (4–5 km/h) mit und ohne Blutflussrestriktion bei 70 % des arteriellen Okklusionsdrucks. Die Druckschmerzschwelle, der Bewegungsumfang im Hüftgelenk sowie die Steifigkeit der ischiokruralen Muskulatur wurden vor und nach der Intervention gemessen. Unerwünschte Wirkungen wurden dokumentiert.

Ergebnisse: Die Veränderungen der Schmerzschwelle, des Bewegungsumfangs und der myofaszialen Steifigkeit waren in beiden Bedingungen vergleichbar. Die Druckschmerzschwelle nahm in beiden Bedingungen – unabhängig von der Blutflussrestriktion – leicht ab, während Bewegungsumfang und Steifigkeit unverändert blieben. Es wurden leichte, kurzzeitige Empfindungen (Manschettendruck, Erythem, Kribbeln) berichtet; schwerwiegende unerwünschte Ereignisse traten nicht auf.

Schlussfolgerungen: Eine einzelne kurze Einheit niedrigintensiven Gehens mit Blutflussrestriktion veränderte bei gesunden Erwachsenen weder die Schmerzempfindlichkeit noch die Flexibilität oder myofasziale Steifigkeit. Das Protokoll wurde gut toleriert. Wiederholte oder längere Interventionen könnten erforderlich sein, um messbare Effekte zu erzielen.

Der Artikel ist über das Journal of Clinical Medicine unter diesem Link zu finden.