Karina Michaelis, Co-Leitung des Bachelorstudiengangs Craft Design (B.A.) der DIPLOMA Hochschule, präsentierte den Studiengang auf zwei überregionalen Fachveranstaltungen: der Berufsbildungstagung des Tischler Nord Verbands in Hildesheim sowie der DHKT-Konferenz des Deutschen Handwerkskammertages in Hamburg.
Gemeinsam mit Prof. Dr. Bärbel Kühne, mit der sie den Studiengang verantwortet, wurden Konzeption und Ausrichtung von Craft Design (B.A.) einem Fachpublikum aus Handwerk, Berufsbildung und institutioneller Praxis vorgestellt.
Studiengangskonzept: Zwischen Experiment und Praxis
Der Studiengang verbindet wissenschaftlich fundierte Designmethoden mit handwerklicher Praxis und richtet sich an insbesondere an gestaltungsnahe Gewerke wie Tischler:innen, Maßschneider:innen, Maler- und Lackierer:innen oder das Lederhandwerk. Thematische Schwerpunkte liegen in den Bereichen Materialentwicklung, Nachhaltigkeit, Transformation sowie Gestaltungskompetenz als Innovations- und Wettbewerbsfaktor.
Exemplarisch hierfür steht das Modul „Materialkunde und Experiment", in dem Studierende Materialien nicht nur verarbeiten, sondern auch kritisch befragen und gestalterisch weiterentwickeln – stets im Spannungsfeld zwischen experimentellem Ansatz und praxisorientierter Umsetzbarkeit.
Resonanz aus Handwerk und Berufsbildung
Auf beiden Veranstaltungen zeigte sich ein ausgeprägtes Interesse an innovativen Bildungsformaten an der Schnittstelle von Hochschule und Handwerk. Auf der DHKT-Konferenz hob Peter Karst, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Hannover, gemeinsam mit Michaelis die Bedeutung gestalterischer Bildung für die Zukunftsfähigkeit des Handwerks hervor.
Die geführten Gespräche mit Vertreterinnen und Vertretern von Berufsschulen, Handwerksbetrieben, Innungen und Handwerkskammern unterstreichen den wachsenden Bedarf, Designwissen systematisch in Aus- und Weiterbildungsprozesse zu integrieren.
Die gewonnenen Impulse fließen in die kontinuierliche inhaltliche und strukturelle Weiterentwicklung des Studiengangs ein. Ziel ist es, den Craft Design (B.A.) als nachhaltige Schnittstelle zwischen Designforschung, akademischer Bildung und handwerklicher Praxis zu etablieren sowie bundesweit neue Kooperationen aufzubauen.