Institut für Gesundheitsmanagement (IfGM)

Zum Forschungsansatz

In Deutschland befinden sich das Gesundheitswesen insgesamt in einem strukturellen Wandlungsprozess, die Gesundheitsorganisationen in einem fundamentalen Veränderungsprozess und die Gesundheitsberufe in einem kompetenzorientierten Entwicklungsprozess.

Das Institut für Gesundheitsmanagement (IfGM) an der DIPLOMA Hochschule möchte diesen Modernisierungsprozess wissenschaftlich begleiten und die Akteure im Gesundheitswesen bzw. die Institutionen des Gesundheitswesens mit empirischen Untersuchungen bzw. Evaluationsstudien bei den vielfältigen Umstrukturierungsvorhaben und komplexen Projektvorhaben dabei wissenschaftlich unterstützen.

Das Institut für Gesundheitsmanagement (IfGM) realisiert den Ansatz (Prinzipien, Kriterien) der Praxisforschung bzw. Aktionsforschung im Sinne einer anwendungsorientierten Forschung („aus der Praxis – für die Praxis“). Die Forschung ist eingebettet in einen Praxiszusammenhang und setzt eine intensive Kooperation, ein offenes Verhältnis und eine dialogische Kommunikation mit den Praktikern während des gesamten Forschungsprozesses voraus. Zwei Aspekte sind dem Institut für Gesundheitsmanagement (IfGM) dabei besonders wichtig:

  • Praxisforschung als Analyse, Reflexion und Verbesserung der Praxis
  • Praxisforschung als diskursiver, partizipativer und iterativer Prozess

Der Ansatz der Praxisforschung bzw. Aktionsforschung beruht auf einer gelingenden Zusammenarbeit zwischen Forschern und Praktikern – das Institut für Gesundheitsmanagement (IfGM) wird diesbezüglich folgende Aspekte in der Forschung besonders berücksichtigen:

  • Transparenz herstellen und Balance der Perspektiven bewahren
  • Mitwirkung und gemeinsame Lernprozesse ermöglichen

Das Forschungsinstitut für Gesundheitsmanagement (IfGM) ist Mitglied im nationalen Netzwerk Partizipative Gesundheitsforschung (PartNet) und im internationalen Netzwerk ICPHR (International Collaboration for Participatory Health Research).

Zum Forschungsschwerpunkt

Das Institut für Gesundheitsmanagement (IfGM) führt empirische Untersuchungen und Evaluationsstudien durch bzw. bietet eine wissenschaftliche Begleitforschung an – und möchte vorrangig innovative Gesundheitsprojekte und zukunftsweisende Versorgungskonzepte im Gesundheitswesen mit Modellcharakter wissenschaftlich begleiten bzw. evaluieren.

Das Institut für Gesundheitsmanagement (IfGM) bietet ein breites Spektrum an Forschungsthemen an:  

  • Führungsethik | Wertemanagement
  • Gesundheit in Organisationen | Betriebliches Gesundheitsmanagement
  • Versorgungssituation | Gesundheitsinterventionen
  • Prozessmanagement | Wissensmanagement
  • Teamführung | Projektmanagement
  • Unternehmensführung | Pharmamanagement
  • Organisationsentwicklung | Lernende Organisation
  • Unternehmenskommunikation | Kommunikationsmanagement
  • Vernetzung | Kooperationsmanagement
  • Unternehmenskultur | Pflegemanagement

Das Institut für Gesundheitsmanagement (IfGM) möchte besonders partizipative Ansätze im Hinblick auf die Gestaltung von Veränderungsprozessen vorrangig in vier institutionellen Forschungsfeldern näher empirisch untersuchen bzw. evaluieren:

  • Management in Gesundheitsorganisationen
  • Management von Gesundheitsnetzwerken
  • Management Medizinischer Versorgungszentren
  • Management in Pharmaunternehmen

Das Institut für Gesundheitsmanagement (IfGM) bietet darüber hinaus an, umfangreiche Umstrukturierungsprozesse in Gesundheitsorganisationen, weitreichende Fusionsvorhaben von Gesundheitsorganisationen oder neue Gesundheitsinitiativen wissenschaftlich zu begleiten – und diesbezüglich die Wirkungen, den Nutzen oder die Nachhaltigkeit zu evaluieren.

Darüber hinaus liegt ein weiterer Forschungsschwerpunkt auf dem Qualifikationsbedarf und den Qualifikationsanforderungen in den Gesundheitsberufen (Früherkennung, Entwicklungen) sowie dem Wandel der Kompetenzprofile im Gesundheitsmanagement (Aufgaben, Herausforderungen).

Zur Forschungsmethode

Das Institut für Gesundheitsmanagement (IfGM) ist im Hinblick auf die Anwendung empirischer Methoden bzw. Instrumente breit aufgestellt – und kann sowohl quantitative als auch qualitative Erhebungstechniken und Auswertungsverfahren anbieten. Grundsätzlich wird bei umfangreicheren empirischen Untersuchungen oder Evaluationen immer ein Methodenmix bzw. eine Instrumentenvielfalt angestrebt – beispielsweise eine schriftliche (standardisierte) Befragung mittels Fragebogen, eine Dokumentenanalyse und eine mündliche (leitfadengestützte) Befragung mittels Interview.

Das Institut für Gesundheitsmanagement (IfGM) erhebt die Daten selbst und wertet sie auch eigenständig aus – dazu können entsprechende Softwareprogramme sowohl für quantitative Daten (mit SPSS) als auch für qualitative Daten (mit MAXQDA) eingesetzt werden. Das Institut für Gesundheitsmanagement (IfGM) verfügt hierzu über fundierte Kompetenzen der empirischen Sozialforschung bzw. ausreichend Erfahrungen im Umgang mit den beiden Softwareprogrammen sowie mit komplexen Datenreihen – und bietet ein breites Spektrum an Forschungsinstrumenten an:

  • z. B. Befragung | Dokumentenanalyse | Sekundäranalyse
  • z. B. Interview | Fokusgruppe | Gruppendiskussion
  • z. B. Patientenbefragung | Bewohnerbefragung
  • z. B. Mitarbeiterbefragung | Führungskräftebefragung

Forschungsprojekt AAP

Die Regierung des Landes Schleswig-Holstein geht neue Wege, um ein neues Versorgungsmodell zu erproben und den Pflegeberuf dadurch attraktiver zu gestalten. Gemeinsam fördern das Gesundheitsministerium und Innenministerium das Projekt „Autonome ambulante Pflegeteams – mehr Menschlichkeit für ein attraktives Arbeitsfeld“. Projektträger ist der ambulante Pflegedienst Mook we gern gGmbH aus Meldorf (Tochterunternehmen der Stiftung Mensch). Das neue autonom arbeitende ambulante Pflegeteam wird als Pilotbetrieb in Heide aufgebaut. Erreicht werden soll eine Verbesserung des Gesundheitszustandes und Reduzierung der Pflegebedarfe der Klientinnen bzw. Klienten sowie eine Vermeidung von Krankenhausaufenthalten. Das Institut für Gesundheitsmanagement (IfGM) begleitet dieses Modellprojekt wissenschaftlich. Herr Prof. Dr. Thomas Rosenthal (Studiendekan Gesundheitsmanagement) führt die Evaluation des Pilotbetriebes „Autonomes ambulantes Pflegeteam“ (in Heide) durch.

Kontakt: Prof. Dr. Thomas Rosenthal / Prof. Dr. Joachim Conrad

Das Institut für Gesundheitsmanagement (IfGM) verfügt über eine eigene Website.