AI-Thinking: Fundierte KI-Visionen zum sinnvollen Mitdenken (2020)

Mo., 27.07.2020 - 14:00 von , zuletzt bearbeitet am 27.07.2020 - 15:51

AI-Thinking: Fundierte KI-Visionen zum sinnvollen Mitdenken. Wer macht mit?

Das neue interdisziplinäre Buch über die gesellschaftlichen Perspektiven im Zusammenhang mit Künstlicher Intelligenz wurde im Sinn fächerübergreifender Mindsets „Design Thinking“ und „Dialogischer Intelligenz“ konzipiert. Studierende und Lehrende könnten zur kritischen Vertiefung der im Buch fundierten Konzepte beitragen, indem sie nach einer aufmerksamen Lektüre auf dieser Plattform oder in geeigneten Medien, ihre Rezensionen veröffentlichen, ihre eigenen Ideen, Forschungsthemen oder Wertschöpfungskonzepte im Zusammenhang mit den im Buch diskutierten Modellen, Paradigmen und Visionen entwickeln.

„Benötigt Künstliche Intelligenz eine Psyche? Wie ändert KI unser Selbstverständnis? Warum stellt keiner diese dringlichen Fragen, die bald unseren Alltag bestimmen werden? - Die Erklärung liegt im gesellschaftlichen Erkenntnisdefizit: Eigenmotiviert forschende Gelehrte erhalten keine Aufmerksamkeit für komplexe Zusammenhänge, spezialisierte Praktiker arbeiten an Detaillösungen. Sie sind Ausnahmen: Der lösungsorientierte Universaldenker forscht auf dem Gebiet der kybernetischen Erkenntnistheorie, der anthropologischen Systemtheorie und der Informationswissenschaft und lehrt an Hochschulen zum Zusammenhang von Technik und Gesellschaft. Der aufklärende Unternehmer ist Gründungsmitglied des deutschen KI-Bundesverbands. Mit seinem Data Science Unternehmen ist er wirtschaftlich erfolgreich, jedoch vermisst er die menschliche Ebene. Der Vordenker nennt es „Human Difference“, der Unternehmer beschreibt die „Human-Oriented AI“. Wie gestalten wir die KI-Ära in unserem Sinn? Und was ist in unserem Sinn?“ - (Aus dem Klappentext zur deutschen Ausgabe von Ergon-Verlag, Nomos-Gruppe 2019)

Aus der Präambel zum Buch

„Sie halten dieses Buch in Ihren Händen, Sie spüren sein Gewicht, der glatt-kühle Umschlag fühlt sich neu an. Ihre Sinne stehen im Dialog. Eine fast intime Auseinandersetzung. Dagegen wird sie Künstlicher Intelligenz (KI) fast abgesprochen, trägt doch ihre Bezeichnung das Wort „künstlich“. Dabei ist KI schon heute faszinierende Praxis. Das vermeintliche Spaßprojekt ist die wohl radikalste Entwicklung in der Menschheitsgeschichte, die sich schon bald als folgenschwer und unumkehrbar offenbaren wird. Es ist an der Zeit, KI und ihre Gesetzmäßigkeiten zu begreifen, uns auf eine Wirklichkeit zu einigen und diese zu verteidigen, anstatt KI zu einer erschreckenden Chimäre mutieren zu lassen.

Die Autoren stehen ein für die Hoffnung, Künstliche Intelligenz sei ein nützliches Instrument, uns zivilisatorisch zu erneuern. Das Potenzial dieser Kraft kann ungenutzt bleiben, sich atemberaubend entfalten oder auch das Ende der Menschheitsgeschichte anbahnen. Zwei Haltungen, zwei Gedankenräume, der Diskurs eines Praktikers und eines Philosophen. Konstruktive Intelligenz. Und die Antwort auf die Frage nach dem Know-why.

Die mutig-innovative Struktur dieses Buchs trägt das Markensiegel eines auf sehr menschliche Art originellen und intelligenten Sachbuchs. Der persönliche Stil der essayistisch verdichteten Gespräche, die zwar über KI geführt, aber noch gänzlich ohne ihre Hilfe verschriftlicht wurden, ist ein Zeichen der Authentizität in Zeiten von Ghostwriter-Agenturen.

Auch wenn sie in den Kontext des wissenschaftlich fundierten Diskurses gestellt sind, vertreten die Autoren dieses polemischen Buches ihre persönlichen Meinungen. Mit wohlwollendem Blick schildern sie ihre jeweilige Sicht und sind sich ihrer somit unvollständigen Wahrheit bewusst. 

Die Autoren distanzieren sich explizit von jeglicher Absicht, Personen(gruppen) in irgendeiner Weise angreifen oder gar verletzen zu wollen. Stattdessen beabsichtigen sie, zum (Mit-)Denken anzuregen. - (Aus der Präambel zur deutschen Ausgabe von Ergon-Verlag, Nomos-Gruppe 2019, verfasst von Korrektorin und Projektredakteurin des Autorenteams Sabina Klein, Wien)

Aus Rezensionen:

"Am Thema „künstliche Intelligenz“ kommt niemand mehr vorbei, trotzdem fühlen sich zunehmend viele geisteswissenschaftlich gebildete Zeitgenossen von Buzz-Wörtern der überwiegend technisch orientierten Profis überrollt. Vor kurzem ist im Ergon-Verlag deshalb ein lang ersehntes Buch erschienen, das KI nicht auf technischer Verständnisebene zu erfassen sucht, sondern über Bedeutung, Aktualität und Möglichkeiten des Phänomens KI reflektiert. Die Autoren nähern sich dieser Reflektion mit aus unterschiedlichen Richtungen: Während Leon Tsvasman die Möglichkeiten künstlicher Intelligenz erkenntnistheoretisch, humankybernetisch und geisteswissenschaftlich erörtert, ist Florian Schild ein KI-Informatiker und Unternehmer, der mit aktuellen Gegebenheiten und Handlungsfeldern vertraut ist. So verbinden sich beide Disziplinen zum fruchtbaren Dialog. Darüber hinaus werden aber auch weitere wissenschaftliche Felder wie Philosophie, Menschenkunde, Ökonomie, Evolutionsbiologie, Sprach- und Bildungswissenschaften sowie Zukunftsforschung mit künstlicher Intelligenz in Verbindung gebracht." (Roberto Gardini, Doktorand Uni Bonn)

"Die wissenschaftliche sowie populäre Literatur zum Thema „künstliche Intelligenz“ lässt sich derzeit nur schwer überblicken. In vielen Fachrichtungen und Lebensbereichen werden die Zäsuren aus unterschiedlichsten Perspektiven ausbuchstabiert. Ein bemerkenswertes Buch ist mit „AI-Thinking“ erschienen: In Form eines Dialoges und in vier „Runden“, bestehend aus „Diskursen“ und „Exkursen“, blicken Leon Tsvasman und Florian Schild mit einer „ganzheitlichen Betrachtung der KI-Ära“ auf verschiedene Bereiche, in denen KI bereits eingesetzt wird. Theoretisch fundiert und anwendungsbezogen loten die Gesprächspartner die Dimensionen und Potenziale der KI aus. Sie fordern zunächst, ethische Standards und „ein gemeinsames Verständnis, dringliche Regeln und umfassende Ordnungsgrundlagen zu schaffen – von Menschen für Menschen.“ Florian Schild, Informatiker und Data-Science-Unternehmer, verweist in seiner Rolle als „Praktiker“ stets auf die menschliche Komponente, die Leon Tsvasman als Philosoph und Kybernetiker bereits „vordenkt“. So ergibt sich aus ihrem Gespräch ein buntes Gesamtbild eines Phänomens, bei dem neben dem Know-how grundlegend auch das Know-why beleuchtet wird." (Stefan Kiechle SJ, herder.de)

Bibliographische Angaben:

Leon Tsvasman, Florian Schild. AI-Thinking. Dialog eines Vordenkers und eines Praktikers über die Bedeutung künstlicher Intelligenz. Auflage 2019, ISBN print: 978-3-95650-533-1, ISBN online: 978-3-95650-534-8

Online-Quellen zu der Buchausgabe (Printausgabe und e-Book):
https://g.co/kgs/QLVsW7

DISKURS

Weiterführende Publikationen zum Buchdiskurs:

https://intelligente-welt.de/inside-ki-kuenstliche-intelligenz-und-die-arbeitswelt/ (KI und die Arbeitswelt)
https://intelligente-welt.de/inside-ki-kuenstliche-intelligenz-und-das-selbstverstaendnis-des-menschen/ (KI und das Selbstverständnis des Menschen)
https://intelligente-welt.de/inside-ki-kreativitaet-und-innovation/ (KI, Kreativität und Innovation)
https://intelligente-welt.de/inside-ki-kuenstliche-intelligenz-und-ethik/ (KI und Ethik)

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